Forderungseinziehung und Vollstreckung deutscher Entscheidungen

In der Praxis nimmt es sehr stark zu, dass Waren in die USA geliefert werden und die Bezahlung ausbleibt. Andererseits gibt es aber auch den Fall, dass Waren aus den USA trotz Bezahlung nicht geliefert werden.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass häufig lediglich die Entfernung zwischen den Vertragsparteien dazu führt, dass dem nachdrücklichen Begehren auf Ausgleichung der Forderung oder Rückzahlung nicht nachgegeben wird. Manchmal genügt dann eine nachdrückliche Aufforderung oder Verhandlungen vor Ort durch eine amerikanische Kanzlei, um die Sache schnell zu bereinigen.

Anders gestaltet sich die Sachlage bei der Durchsetzung von in Deutschland titulierten Forderungen in den USA, z. B. weil der Schuldner in die USA verzogen ist, hier Vermögen besitzt oder weil die Schuldnerin eine US - Gesellschaft ist. Das Vorgehen bei der Anerkennung von deutschen Entscheidungen vermögensrechtlicher Art ist bei vielen US -Gerichten nicht gängige Praxis.

Dies führt regelmässig zu einer langen Bearbeitungsdauer bei den Gerichten.

Sobald das Urteil anerkannt ist, kann dann die Zwangsvollstreckung durch den zuständigen Sheriff bei dem Vollstreckungsgericht beantragt werden.

Aufgrund dieser Erfahrungen treten wir direkt mit den Gerichten in Kontakt, um notfalls vor Ort mit den zuständigen Rechtspflegern (clerks) die Rechtslage zu erörten und dadurch das langwierige Verfahren zu beschleunigen. Ein weiterer Vorteil ist die Zweisprachigkeit unserer Mitarbeiter, da wir dadurch in der Lage sind, alle notwenigen Dokumente zertifiziert aus dem Deutschen in die amerikanische Sprache zu übersetzen, ohne dass ein Uebersetzungsbüro dazwischen geschaltet werden muss.